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Man an Schreibtisch mit Windrad Modellen

Umwelt oder Vermögen? Millennial Generation würde Gehaltseinbußen für nachhaltige Arbeit akzeptieren

Eine Studie aus 2016 hat ergeben, dass die Zweitjüngste Generation, die sogenannten „Millennials“ oder Generation Y, mit weniger Geld zufrieden wäre, wenn sie dafür für eine nachhaltige Firma arbeiten könnten. Zu den Millennials gehören alle, die zwischen den frühen 1980ern und 2000ern geboren wurden. Bis 2020 machen diese Menschen etwa 50% der Arbeitnehmer aus.

Rund 75% der befragten Millennials gaben an, Gehaltseinbußen in kauf zu nehmen, wenn sie dafür für ein umweltbewusstes Unternehmen arbeiten könnten. Das sind 20% mehr, als der Durchschnitt aller Altersgruppen und ein gutes Indiz dafür, dass das Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit bei den jungen Generationen deutlich gestiegen ist.

Man an Schreibtisch mit Windrad Modellen

Bei der Wahl des Arbeitgebers gaben 76% der Millennials an, auf die Soziale- und Nachhaltige Ausrichtung der Firmen zu achten. Das sind 18% mehr als der Durchschnitt aller Altersklassen.

Etwa 64% der Millennials schließen sogar komplett aus, für eine Firma ohne deutliche Werte zu arbeiten.

Auf der anderen Seite fühlen sich weniger als ein Drittel bei Ihrer Arbeit einbezogen. 44% gaben an, dass sie ihre Arbeit vermutlich in den nächsten zwei Jahren kündigen werden und 25% würden auf der Stelle kündigen, hätten sie eine Alternative in Aussicht.

Diese Zahlen sind ein sehr guter Indikator, dass das Umweltbewusstsein wächst und Unternehmen sollten schleunigst klare Ziele ihrer Umweltverträglichkeit festsetzen, wenn sie um die sinkende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter nicht verlieren möchten.

Übrigens: die Generation vor den Millennials ist Generation X (früher 1960er bs früher 1980er). Die Generation danach ist Generation Z (1997-2012).

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Die Geschichte von Mamu dem Affen: „Die ersten zehn Sekunden in denen ich nicht weiß, wer ich bin und was mein Leben ist“

Eine Kurzgeschichte über Mamu den Rhesusaffen:

Ahhhhh, die ersten zehn Sekunden nach dem aufwachen. Die ersten zehn Sekunden in denen ich nicht weiß, wer ich bin und was mein Leben ist.

Jeder Morgen beginnt gleich. Ich höre Türen, dann die laute Kaffeemaschine. Schritte. Der angenehme Duft von Kaffee. Das bedeutet, dass es gleich los geht. Gemurmel. Stimmen. Etwas von einem Fußballspiel gestern Abend. Heiterkeit.

Sie kommen herein. Das Licht geht an. Die anderen schreien und toben. Ich bleibe ruhig. Zu lange bin ich schon hier, als das ich dafür meine Kräfte verschwenden würde. Es ist sinnlos.

Ich habe Durst. Wir alle haben Durst. Seit zwei Tagen haben wir nichts zu trinken bekommen. Sie nennen es Wochenende. Eigentlich mag ich die Wochenenden, denn da lassen sie uns in Ruhe. Und durstig.

Hattest DU schon einmal Durst? Ich meine so richtig. Die Art Durst, die man nach 20 Stunden ohne einen Tropfen Flüssigkeit spürt. Dein Hals wird so trocken, dass du nicht schlucken kannst. Es schmerzt. Du bist schwach. Kannst dich kaum bewegen. Aber aus Verzweiflung versuchst du mit deiner trockenen Zunge die Gitterstäbe abzulecken. Manche versuchen sogar ihren eigenen Urin zu trinken. Das ist Instinkt.

Da, wo ich herkomme, perlt am Morgen der Tau von den Blättern. Hier gibt es keine Blätter. Nur Gitterstäbe und Geräte. Und eine Miese Luft. Kein Fenster, keine Frische Luft. Ja noch nicht einmal ein Stück Himmel. Das Licht ist grell und weiß. Es kommt von Leuchtstoffröhren an der Decke. Die Sonne habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen. Unsere Luft kommt aus summenden Lüftungsschlitzen an der Wand. Sie stinkt und presst sich brennenden die trockenen Atemwege hinunter bis in die Lunge. Bei jedem Atemzug. Jeden Tag.

Heute ist Montag. Ich weiß, ihr Menschen hasst den Montag, weil ihr da wieder arbeiten müsst. Ich muss auch arbeiten. Für Wasser. Sie zerren mich am Hals aus dem Käfig. In einen Stuhl wie sie es nennen. Dabei handelt es sich um eine Plastik-box in der ich eingesperrt werde. Mein Kopf schaut durch den Deckel heraus und wird fixiert. In meinem Kopf steckt ein Stahlbolzen. Den haben sie mir am ersten Tag einoperiert. Direkt in die Schädeldecke bis ins Gehirn. Dieser Bolzen dient dazu, dass ich meinen Kopf für die nächsten fünf Stunden nicht bewegen kann. Denn sie wollen nicht meinen Körper sondern meine Aufmerksamkeit. Ich soll Aufgaben lösen. Sie nennen es Training. Wie bei jedem Training bekomme ich eine Belohnung, wenn ich die richtigen Hebel betätige. Es ist Wasser. Nur ein paar Tropfen natürlich, schließlich ist das das ihr einziges Druckmittel.

Mein Rücken schmerzt. Die Box in der ich gefangen gehalten werde ist unbequem. Ein unbequemer Stuhl. Und ich bin Müde. Mir fallen vor Erschöpfung die Augen zu. Stundenlang musste ich für ein paar Tropfen Wasser auf einen Bildschirm schauen und Aufgaben lösen. Ich bin noch immer durstig. Das werde ich auch bis Morgen bleiben. Morgen ist Dienstag. Da spritzen Sie die Käfige mit kaltem Wasser aus. Mit etwas Glück, bleibt diesmal etwas mehr Flüssigkeit zum auflecken zurück als beim letzten Mal.

Ich bin Mamu. Ein Rhesusaffe.

Rhesusaffen Mutter mit Baby

Quelle: Wikimedia (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Love_of_a_Mother.jpg)

 

Früher habe ich noch mit den anderen geredet. Wir haben uns gefragt was das soll. Wieso uns das angetan wird. Ob und wie wir hier herauskommen. Wir haben uns nächtelang diese Fragen gestellt. Manchen machen das noch Heute. Ich nicht. Ich weiß nicht, wieso man mir das antut. Oder ob ich das verdient habe. Ob es eine Strafe ist. Habe ich etwas getan? Vielleicht in einem früheren Leben? Gibt es einen Gott der zufrieden auf mich und mein Leid herabsieht? Sicher nicht. Es ist kein Schicksal, kein Schöpfer, kein Karma das mir das antut. Es ist die Grausamkeit der Menschen. Der grundlegende Gedanke, dass andere Leben weniger Wert haben als ihre eigenen.

Ich werde hier nicht herauskommen. Keiner von uns. Zumindest nicht lebendig. Das weiß ich. Und die anderen wissen es eigentlich auch. Aber sie haben noch Hoffnung. Hoffnung, dass ein Wunder geschieht. Dass jemand kommt um uns zu retten. Dass da draußen vielleicht jemand steht und genau in diesem Moment für unsere Freiheit kämpft. Ich glaube nicht.

Manchmal blicke ich hinüber zu den Ratten. Ich beneide sie gelegentlich. Nicht weil es ihnen besser geht oder weil ihnen weniger grausames angetan wird. Nein, ganz und gar nicht. Sie werden noch schlechter behandelt als wir, denn sie sind ersetzbar. Das sind wir irgendwie auch, aber sie wollen uns lebendig. Bei Verstand. Was sie von ihnen wollen, ist, was die Ratten von uns unterscheidet. Ihren Körper. Nur ihren Körper. Sie werden verstümmelt und gequält. Genau wie wir. Und doch haben wir etwas ganz besonderes das sie wollen. Unser Bewusstsein. Sie wollen uns bei möglichst klarem Verstand. Die Ratten sind gefangen in ihrem Käfig. Ich bin es in meinem Körper. Ich kann nicht abschalten. Ich kann nicht gebrochen werden. Mein Kopf kann nicht fliehen, denn er ist es den sie wollen. Ich muss alles klar empfinden. Das ist es was sie möchten. Meine Empfindung wenn ich gequält werde. Wenn meine körperlichen und seelischen Kräfte bis an die Grenzen und darüber hinaus ausgereizt werden. Sie wollen wissen, was in mir vorgeht, wenn ich Durst habe, Angst, Wut. Und das kleine Fünkchen Hoffnung bei jedem Tropfen Saft den ich als Belohnung bekomme.

Es macht keinen Sinn. Denn ich fühle wie ihr. Ich denke wie ihr. Ich liebe wie ihr. Habe Angst, Hoffnung, Freude, Verzweiflung. Genau wie ihr.
Und doch reicht euch das nicht. Ihr braucht das auf Papier. Linien, aufgezeichnet von meinem Gehirn. Emotionen, abgezapft über die Elektronen, die in meinem Kopf stecken.
Ja, das ist es. Wie reagiert das Gehirn, wenn der Körper geschunden wird? In welche Richtung schlagen die Zeiger aus? Das braucht ihr auf Papier. Ihr nennt das Grundlagenforschung. Ich nenne es kaltblütig, herzlos, grausam.

Ich frage mich manchmal, ob es auch andere Menschen gibt. Alle die ich kenne sind so. Ohne Gefühle. Ohne Respekt vor dem Leben. Das wunderbarste das unsere Erde hervorgebracht hat. Ein Schatz.

Ein Schatz, gefangen in einer Plastik-box. Gedemütigt jeden Tag. Es ist nicht die stickige Luft, die Dehydration oder der permanente körperliche Schmerz der es so unerträglich macht. Es ist das Gefangen sein im eigenen Bewusstsein. Ohne Möglichkeit zu fliehen.

Doch es gibt Hoffnung. Eines Tages, und das weiß ich sicher, hat das alles ein Ende. Ich gehöre zu denen die schon länger hier drin sind. Ich weiß es. Sicher. Die anderen noch nicht. Ich will ihnen ihre Hoffnung nicht nehmen. Die Hoffnung hier raus zu kommen. Das ist nicht woran ich glaube. Denn das, worauf ich warte ist der End-versuch. An diesem Tag wird mein Gefängnis aus Gitterstäben, Körper und Bewusstsein zerbrechen. Und ich werde frei sein.

Bis es so weit ist, bleibt mir nur eins. Die ersten zehn Sekunden nach dem aufwachen. Die ersten zehn Sekunden in denen ich nicht weiß, wer ich bin und was mein Leben ist.

Ich bin Mamu.

Die Fakten zu Tierversuchen an Affen

So wie Mamu geht es über 240.000 Tiere im Jahr. Die meisten davon, knapp 175.000, oder 70% sind Nagetiere wie Ratten und Mäuse. Das MPI (Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen) weißt darauf hin, dass lediglich 0,007% davon Affen sind. Mit diesen Prozentangaben versucht das MPI die 171 Affen – jeder davon ein fühlendes Wesen mit einer Persönlichkeit – im Jahr zu verschleiern. Das ist ein „verbrauchter“ Affe alle zwei Tage. Beziehungsweise 477 Nagetiere pro Tag.

Immer wieder wird auf die Grundlagenforschung als Motivation für die grausamen Versuche verwiesen. Die Grundlagenforschung soll als Freifahrt-schein dienen. Selbst das MPI gesteht aber ein, dass die Versuche keinen direkten Nutzen für das tägliche Leben haben. Auch führen sie nicht direkt zu neuen Medikamenten oder Therapien. Als Triebfeder wird ultimativ die Neugier angegeben. Es wird einfach blind drauf los geforscht.

Außerdem wird die Grundlagenforschung im Zusammenhang mit Tierversuchen in Verbindung mit großen Erfolgen bei der Behandlung von Krebs, Alzheimer, Parkinson oder multiresistenten Erregern gebracht. Doch die Durchbrüche bleiben aus. Wo sind die Resultate und Therapien für die genannten Krankheiten?

Das MPI wird nicht müde auf die artgerechten Bedingungen der Tiere zu hinzuweisen, doch wie SOKO Tierschutz vor kurzem enthüllen konnte, kann von Artgerechter Haltung keine Rede sein. Tiere die versuchen die Implantate vom Schädel zu reißen. Tiere die vor Durst die Gitterstäbe ablecken und ihren eigenen Urin trinken und Tiere die sich übergeben sind ebenso wenig normal wie die Art wie die Tiere mit Gewalt am Hals in die Versuchsstühle gezwungen werden um dann Stundenlang mit fixiertem Körper Aufgaben zu lösen.

Dass die Versuche den Tieren Leid zufügen, streitet das MPI noch nicht einmal ab. Das MPI macht es sich allerdings sehr einfach und beruft sich auf die „Güterabwägung“ – was für ein grausames Wort im Zusammenhang mit hochentwickelten Lebewesen. Das MPI wiegt dabei den Artikel 20a aus dem Grundgesetz „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung [durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.]“ gegen den Artikel 5 „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“ ab. Ohne zu berücksichtigen, dass eine freie Forschung nicht dazu berechtigt, andere Gesetze zu ignorieren und den Schutz der Tiere auszuhöhlen.

Die Flexibilität des MPI bei der Auslegung von Gesetzen zeigte sich ganz besonders deutlich Ende letzten Jahres, als ein Mitarbeiter des MPIs eine angebliche Körperverletzung durch Tierrechtler inszenierte. Den Rückhalt den der verurteilte Mitarbeiter von der Max-Planck-Gesellschaft nach diesem Vorfall erhielt zeigt die kriminelle Energie, die hinter dieser Scheinbaren Forschungseinrichtung steckt. Der großartige Wissenschaftler und Mitbegründer der Quantenphysik Max Planck würde sich im Grabe drehen, wenn er um den ausverkaufen seines Namens wüsste. Das ist nicht Wissenschaft, das ist Barbarei aus persönlichen Interessen.

Obwohl das MPI inzwischen keine Versuche mehr an Rhesusaffen selbst vornimmt, wurden die verbebenden Tiere an andere Anstalten abgegeben oder in Endversuchen getötet. Der Kampf ist somit leider noch nicht gewonnen. Die wackeligen Argumente auf denen hier Experimente durchgeführt werden berechtigen nicht im geringsten die Assoziation zur seriösen Wissenschaft und Forschung. Die Menschen glauben die Lügen um die Notwendigkeit von Tierversuchen nicht länger und die unethischen Praktiken sowie unseriösen Taktiken genießen keinerlei Rückhalt in der Bevölkerung wie mehrere repräsentative Umfragen zu Tierversuchen zeigen.

Weitere Informationen gibt es bei PETA und SOKO Tierschutz.

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Wie Monsanto/Bayer mit Glyphosat die Schmetterlinge auslöscht

Es gibt viele Berichte, Theorien und Diskussionen über die toxikologische Wirkung von Monsantos (seit 2018 bestandteil von Bayer) Glyphosat (Markenname RoundUp).

Kritiker vermuten, dass Monsantos Glyphosat nicht nur krebserregend sein soll, sondern sich auch negativ auf das Erbgut und die Fruchtbarkeit auswirkt. Umweltschützer behaupten, dass Glyphosat für das Bienensterben und andere negative Effekte verantwortlich gemacht werden kann.

Quelle: Wikipedia (CC)

In diesem Monat hat eine Studie aus Florida zumindest in den US-Medien etwas höhere Wellen geschlagen. Eine 37-jährige Studie legt nahe, dass die Anwendung von Glyphosat zumindest indirekt für den Rückgang des Monarchfalters um rund 80% seit 2005 schuld ist.

Die Studie begann in den 1950ern und wurde von Lincoln Brower, der leider kurz vor der Veröffentlichung im Alter von 86 Jahren verstarb), geleitet. Die Wissenschaftler beobachteten dabei die Migrationsroute der Schmetterlinge zwischen Mexiko und Kalifornien. Da die Falter sich im Süden fortpflanzen, kommt jedes Jahr die junge Generation der Schmetterlinge nach Kalifornien wo sie „gezählt“ werden können. So konnte die Population über diesen langen Zeitraum gut beobachtet werden.

Die Schmetterlinge paaren und migrieren zeitlich so, dass die junge Generation genau dann in Kalifornien ankommt, wenn die sogenannte Seidenpflanze (Englisch milkweed) am besten wächst. Zwar können sich die ausgewachsenen Falter auch von anderen Pflanzen ernähren, die Jungtiere allerdings benötigen genau diese eine Gruppe von Pflanzen.

Neben der Population und Reiseroute der Schmetterlinge haben die Wissenschaftler auch die Bestände der Seidenpflanzen sowie der darauf befindlichen Raupen ausgewertet.

Das Problem ist, dass die Seidenpflanzen neben der sonst „üblichen“ Zerstörung von Böden und wilden Grünflächen auch noch vom Herbizid Glyphosat massiv dezimiert werden. Somit haben die jungen Schmetterlinge bei Ihrer Ankunft nichts zu fressen, was den massiven Rückgang ihrer Population erklärt.

re:Gaia Connect Trailer #2 (Deutsch/German & Full-HD).

Fraglich ist, welche Pflanzen, Tiere und Insekten noch betroffen sind, von deren Rückgang wir bisher noch gar nichts bemerkt haben. Klar ist aber, dass Aufgrund der unzähligen Studien, die Glyphosat Gesundheit- und Umweltschädliche Wirkungen unterstellen, ernst zu nehmen sind.

Was können wir als Einzelpersonen tun?

  1. Wenn du einen Garten hast, laße ein Stück wilde Fläche für Insekten und Kleintiere stehen – nichts ist schlimmer als ein kahler Rasen oder Stein/Kieß
  2. Wenn du keinen Garten hast, aber einen möchtest, dann starte doch einfach einen Gemeinschaftsgarten auf re:Gaia Connect – am besten Bio und auf Basis von Permakultur
  3. Meide Produkte, die von Bayer/Monsanto produziert werden. Bei Pharmaprodukten nach alternativen Herstellern Fragen – die sind oft sogar günstiger. Eine Liste von Firmen die mit Bayer/Monsanto kooperieren bzw. in welchen Produkten Rückstände von Glyphosat gefunden wurde, findest du hier oder hier
  4. Lebensmittel am besten aus dem eigenen Garten oder zumindest als Bio kaufen
  5. Generell auf Herbizide und andere Gifte in Haus und Garten verzichten
  6. Andere aufmerksam machen. Wenn euer Bau- oder Gartenmarkt Produkte auf Glyphosat verkaufen, weist sie darauf hin und bittet sie darum Alternativen ins Sortiment aufzunehmen
  7. Teilen! Teilen! Teilen! ;)

Das es auch anders geht, und sich der Widerstand lohnt, zeigt uns zum Beispiel ein kleines Dorf in Südtirol, welches sich gegen die Gifte wehrt. Das Wunder von Mals.

Das Wunder von Mals – Offizieller Trailer from Alexander Schiebel on Vimeo.

Strompreis, Export und Hambi – wie weit geben wir nach?

Wir haben uns mal die Strompreise im Europa-Vergleich angesehen und selbstverständlich ist der Strompreis in Deutschland am teuersten. In Deutschland hat sich seit dem Jahr 2000 der Strompreis verdoppelt. Das Paradoxe daran ist, dass Deutschland einer der größten Strom-Exporteure in Europa ist und der größte Teil in die Niederlande exportiert wird. Dort ist der Strom knapp 50% günstiger als in Deutschland (Deutschland: 30,4 cent/kWH – Niederlande: 15,6 cent/kWH). Die deutschen Bürger bezahlen Höchstpreise für Strom in der EU während andere Länder unseren Strom zum Dumpingpreis bekommen.

Für diesen Strom wird unsere Natur kaputt gemacht. Für Strom der in Deutschland gar nicht benötigt und lediglich in andere Länder billig verramscht wird. In Anbetracht der Hambach-Diskussion ist das fast schon schizophren. Erinnern wir uns an RWEs Aussage zur Notwendigkeit der Erweiterung der Kohlekraftwerke:

Die Rodung sei „zwingend erforderlich, um den Fortschritt des Tagebaus und damit einen wichtigen Teil der Stromversorgung in Deutschland nicht zu gefährden“, sagt RWE. 15 Prozent des Stroms in NRW würden hier erzeugt.

Es scheint also, als würden REW & Co. ihren dreckigen Braunkohlestrom überproduzieren, damit der deutsche Strom in andere Länder billig verramscht werden kann, während in Deutschland teuer abkassiert wird. Alles zu Lasten unserer Landschaft und der Bürger, die hier ganz klar über den Tisch gezogen werden.

Hier geht es offensichtlich nicht um die Sicherstellung der Energieproduktion sondern schlichtweg um Profit. Möchten wir dafür unsere Wälder abholzen und die Natur zerstören lassen? Damit RWE und Co. sich weiter an der Zukunft unserer Kinder und unseres Planeten bereichern können?

Um fair zu bleiben, der Deutsche Staat ist natürlich nicht ganz unschuldig an den hohen Strompreisen. Rund 53% des Strompreises setzt sich aus Abgaben wie Mehrwertsteuer, Stromsteuer und EEG-Umlage zusammen. Lediglich in Dänemark kassiert der Staat beim Strom noch dreister ab als in Deutschland.

Im Hambacher Forst geht es aus unserer Sicht also in Erster Linie nicht um einige Hektar verbleibenden Wald (der natürlich wichtig und schützenswert ist) und auch nicht um ein paar Baumhäuser. Es geht darum, wie lange wir noch dabei zuschauen, wie unser Lebensraum von Konzernen und Regierung ausgeplündert und verdreckt wird. Wie viel wollen wir beim Thema Naturschutz noch nachgeben? Wir sagen: keinen Millimeter mehr!