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Cannabis Pflanze

Schluss mit Menstruationsbeschwerden! Cannabis Tampons selber herstellen

Viele Frauen kennen leider das Problem der Regelschmerzen / Menstruationsbeschwerden nur zu gut. Krämpfe und unangenehmen Spannungen im Unterleib, Probleme mit der Verdauung, Pochen, Kopfschmerzen und eine gedämpfte Laune. Das sind die häufigsten Begleiterscheinungen unter denen Frauen im schlimmsten Fall mehrere Tage im Monat leiden.

Bis Heute hat die Moderne Schulmedizin wenig zur Linderung der Symptome beitragen können. Als Ursache bzw. Verstärker stehen Glyphosat und Chlor in Hygieneprodukte für Frauen im Verdacht. Glücklicherweise ist aber auf Mutter Natur verlass. Wie Forscher vor kurzem herausfanden, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kraut gegen die Beschwerden gewachsen: Cannabis!

Cannabis Pflanze

Oder genauer, die nicht psychoaktiven Substanzen CBD und CBG können die Symptome massiv reduzieren und die Lebensqualität deutlich verbessern. In den USA, wo in den einigen Bundesstaaten Cannabis inzwischen freigegeben wurde, hat eine Firma sogar sogenannte „Weed Tampons“ im Sortiment. Dabei handelt es sich um Vaginal-Suppositorien (Zäpfchen) die mit den natürlichen Stoffen ausgestattet sind und innerhalb von fünfzehn Minuten Besserung versprechen.

Ob und wann wir auch in Europa mit diesen Produkten rechnen können ist bisher nicht abzusehen. Da wir aber der Meinung sind, dass Heilung – vor allem wenn sie durch natürliche Mittel zu erreichen ist – für jeden Zugänglich sein sollte, haben wir im folgenden eine Anleitung zusammengestellt, wie man sich diese Cannabis-Zäpfchen selber machen kann.

Abhängig von den verfügbaren Zutaten gibt es zwei Möglichkeiten zur Herstellung der Krampf-Killer. Wer Zugang zu „echtem“, THC-geladenem Marihuana hat, muss etwas Filtrier-arbeit leisten. Für alle, die es einfach, legal und THC-frei möchten geht es etwas schneller.

Benötigte Zutaten / Arbeitsmittel:

  1. Entweder echtes Cannabis (Blüten und unbedingt Bio) bzw. Hash oder CBD/CBG Öl (z.B. ALPEX-MED 10%)
  2. Bio Kokosöl extra nativ (z.B. von Tropical Coco). Wichtig: das Öl muss bei Zimmertemperatur hart werden!
  3. Eine Gussform zum Beispiel dicke Strohhalme oder eine coole Eiswürfelform
  4. Sofern du mit Cannabisblüten arbeitest eine Präzisions- oder Taschen-wage
  5. Einen feinen Kaffeefilter, sofern du nicht mit einem CBD/CBG Öl arbeitest
  6. Ein Küchenthermometer zur Temperaturkontrolle
  7. Ein sauberes Glas mit Schraubverschluss zur Aufbewahrung
  8. Etwas Platz im Gefrierfach für das Glas und die Gussform

Es ist extrem wichtig, dass äußerst sauber gearbeitet wird und ausschließlich natürliche Bio Zutaten verwendet werden. Immerhin wird das Endprodukt direkt auf die Schleimhäute aufgetragen.

Zubereitung:

Das Rezept ist für 10 Zäpfchen mit einer Potenz von je ca. 50 mg THC bzw. 10 mg CBD/CBG. Dafür benötigst du

  • 600 ml Kokos Öl
  • und entweder 1-2 ml CBD/CBG Öl (bei 10%) oder etwa 3-8 gram Cannabisblüten/Hash

Die Zäpfchen werden bei Gebrauch geteilt, wobei ein Teil vaginal eingeführt und der andere Teil auf dem Bauch einmassiert wird.

  1. Bringe das Kokos Öl in einem passenden Topf auf etwa 110°C. Dadurch werden alle Zutaten sterilisiert und bei Frischmaterial das THC-A aktiviert. Achte darauf, dass die Temperatur während des ganzen Prozesses 170°C nicht übersteigt, um keine Inhaltsstoffe zu zerstören
  2. Füge nun das frische (stark zerkleinerte) Material bzw. die CBD/CBG Tropfen in das heiße Kokos Öl
  3. Lass das ganze zwischen 1-6 Stunden (je länger desto besser) bei ca. 110°C köcheln. Bedecke den Topf, um keine Inhaltsstoffe mit dem Dampf zu verlieren und rühre das ganze etwa alle 20 Minuten mit einem sauberen Holzstäbchen um. Dadurch werden die Wirkstoffe gleichmäßig im Kokos Öl verteilt
  4. Gieße das noch heiße Öl mit den Wirkstoffen in das Wieder-verschließbare Glas und lass es verschlossen bei Raumtemperatur abkühlen. Sofern du frisches Material statt Tropfen verwendet hast, filtere das Öl beim abgießen mit einem Kaffeefilter. Es dürfen keine Partikel im Öl enthalten sein!
  5. Bereite die gereinigte Gussform vor und wärme das Öl in einem warmen Wasserbad auf, damit es wider flüssig wird. Fülle das flüssige Öl nun in die Gussform und lass das ganze wieder auskühlen
  6. Sowohl die Gussform mit den Zäpfchen als auch mögliche Reste im Glas sollten im Gefrierfach aufbewahrt werden

Anwendung:

Je nachdem, ob du die THC oder THC-freie Variante produziert hast, solltest du dich vorsichtig an die richtige Dosierung herantasten. Zu beginn empfiehlt es sich, ein Zäpfchen zu halbieren und eine Hälfte einzuführen während die andere äußerlich auf den Unterbauch aufgetragen wird. Sollte innerhalb von 15-20 Minuten keine Besserung auftreten, kannst du das ganze wiederholen, bis du eine Wirkung spürst. Je nach der benötigten Dosis, kannst du das Rezept für zukünftige Cannabis-Zäpfchen reduzieren oder erhöhen. Die Zäpfchen schmelzen durch die Körpertemperatur im Körper und sollten auch in flüssiger Form so lange als möglich im Körper behalten werden. Anschließend können selbstverständlich Tampons eingeführt werden. Idealerweise Tampons aus Bio Baumwolle.

 

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Gemeinsam statt Einsam! Aussteiger, Autark Leben und Selbstversorger Gemeinschaften.

Es gibt ganz viele Menschen, die alle das selbe möchten: ein Stück Land haben, sich selber aus dem eigenen Garten versorgen, eigene Energie zu gewinnen, so wie frei und unabhängig ohne Zwänge zu leben. Und das wichtigste ist, dabei glücklich zu sein und viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu haben die unser Leben erfüllen.

Es gibt ganz viele Menschen, die diese Vision haben und davon träumen, aber dabei bleibt es auch meistens. Einige wenige schaffen den Absprung und „kämpfen“ sich allein oder im kleinen Kreis durch das neue unabhängige Selbstversorger-Leben. Es wird sich ein Stück Land gemietet oder gekauft und man versucht seine Vision vom eigenständigen Selbstversorger-Leben zu realisieren. Nur stellt man dann fest, dass es alles gar nicht so einfach ist wie Anfangs gedacht. Es fehlt an vielen Dingen und auch an Wissen und Erfahrung. Man versucht alles um seine Vision wahr werden zu lassen.

Nachdem viele Hürden überwunden worden sind, stellt man weiterhin fest, dass man eigentlich alleine ist mit seiner Familie oder mit ein paar Freunden. Man lebt auf seiner „Insel“ die man sich geschaffen hat. Nur wenn man diese verlässt, ist die Welt um einen herum die Alte – es hat sich nichts geändert. Und für alles was man selber nicht hat oder kann, muss man teuer bezahlen. Und jetzt geht es los, dass man Geld verdienen muss für all diese Dinge die man trotzdem benötigt. Und schon muss man seine Zeit die man für sich haben wollte dafür einsetzen, dass Geld in die Kasse kommt um all diese Dinge bezahlen zu können. Dann stellt man fest, dass man eigentlich schon fast wieder in seinen alten Trott kommt – genau dahin, wovon man eigentlich weg wollte. Und was dazu kommt, in einer kleinen Gemeinschaft ist es irgendwann zu wenig abwechslungsreich. Man redet immer mit denselben Menschen und die Nachbarn sind fast immer Menschen, die etwas anderes leben.

Viele Menschen geben deshalb irgendwann ihr Projekt wieder auf, weil es eigentlich zwei Jobs sind. Erstens, sich selber zu versorgen und zweitens das Geld was man braucht dazu zu verdienen. Selbst wenn man ein Grundstück hat, sein eigenes Wasser, sich aus dem Garten selber versorgt und seine eigene Energie produziert so ist das nur ein ganz kleiner Teil des unabhängigen Selbstversorger-Lebens. Für alles Andere muss man bezahlen, wenn man keine Menschen in seinem Umfeld hat die eine Gemeinschaft mit ihren Fähigkeiten bereichern.

Aussteiger, Backpacker und Autarke Selbstversorger Permakultur Gemeinschaften.

Ein wirklich unabhängiges Selbstversorger-Leben geht nur in einer großen Gemeinschaft. Mit vielen Menschen die sich gegenseitig mit ihrem Können, mit ihren Erfahrungen und mit ihrem Wissen helfen und unterstützen. Alles andere ist nicht effektiv und hat auf Dauer keinen Bestand.

Auch sollten wir lernen, dass alle Gemeinschaften die nachhaltig leben, nicht in Konkurrenz stehen. Denn genau das Gegenteil ist hier der Fall. Alle diese Gemeinschaften haben die selben Ziele, eine friedliche grüne Welt in der Besitz und sozialer Status keinen Mehrwert mehr haben. So sollte es jedenfalls sein. Wer anders denkt ist leider auf dem falschen Weg. Aus diesem Grunde ist es auch wichtig, dass alle Gemeinschaften – egal aus welchen Ländern sie sich vernetzen – zusammenhalten; dass sie sich austauschen und unterstützen. Hier ist es auch egal, ob jemand Vegetarisch, Vegan oder Fleischesser ist. Hier ist es egal was für eine Religion, was für eine politische Einstellung jemand hat oder die freie Liebe lebt. Wir sind eben nicht alle gleich aber eines verbindet uns alle: wir möchten unsere Welt positiv und nachhaltig verändern. Und das ist alles was zählt, das ist alles worum es geht, das wir unseren Kindern und Enkelkindern einen gesunden bewohnbaren Planeten hinterlassen.

Deshalb die Frage: wie lange wollt ihr noch warten? Wie lange wollt ihr noch träumen? Wie lange wollt ihr noch ein Leben leben, was euch gar nicht gefällt? Wie lange wollt ihr noch allein oder unter euch bleiben? Ich denke ein jeder von uns möchte eigentlich etwas anderes als das jetzt und wir können das sofort verändern.

Für alles oben angesprochene haben wir re:Gaia Connect erschaffen. Hier können sich alle Menschen mit denselben Zielen miteinander verbinden und sich austauschen. Hier können sich alle bestehenden Gemeinschaften eintragen und vernetzen, hier könnt ihr Gemeinschaftsprojekte realisieren, hier findet ihr gleichgesinnte Menschen in eurem Umkreis, hier könnt ihr anderen Menschen eure Hilfe anbieten und ihr könnt selber Hilfe bekommen. Hier könnt ihr eure Wünsche öffentlich machen so das diese gesehen werden und auch in Erfüllung gehen. Nur zusammen schaffen wir alles was allein unmöglich ist.

Mach mit und sein dabei, zeige deinen Mitmenschen das du da bist und sie werden dir zeigen, dass sie da sind. Mit jeder Anmeldung folgen neue, mit jedem Inserat folgen neue. Einfach anmelden, deine Wünsche veröffentlichen und ein Teil unserer globalen Familie sein. Nur zusammen können wir das verändern was für uns allein nicht möglich ist.

Aussteiger, Backpacker, Veganer und Autark leben: Praktische Apps

Als Aussteiger und Reisender habe ich in in den letzten Jahren die ein oder andere interessante Android App gesehen und die, aus meiner Sicht sinnvollsten, möchte ich hier mit euch teilen. Viele der Apps sind gratis. Einige kosten ein paar Euros. Möglicherweise gibt es für andere Plattformen ähnliche Apps, darauf gehe ich hier aber nicht ein.

Auto, Camper, Wohnmobil und Verkehr

Blitzer.de PLUS: der Klassiker, wenn es darum geht, im In- und Ausland – besonders auf lange Reisen – sicher zu fahren. Die App warnt neben Stationären- und Mobilen Blitzern (in einigen Länder hat der Gesetzgeber ein Problem damit) auch vor Baustellen, Unfällen, Glatteis und anderen Gefahren.

OsmAnd — Offline Travel Maps & Navigation: kostenlose Google Maps Alternative mit offline Karten. Die App selber ist gratis und die ersten sechs offline Karten ebenfalls.

promobil Stellplatz-Radar: diese App enthält für Camper/Wohnmobile interessante Stellplätze im In- und Ausland. Viele davon sind kostenlos und echte Juwelen. Die online Funktion ist gratis, für die offline Version verlangt der Entwickler einen jährlichen Betrag.

Pflanzen, Pilze & Permakultur

Plantassoc – companion planting: besonders für diejenigen die einen Bio- oder Permakulturgarten pflegen ist diese kostenlose App interessant. Man kann eine Pflanzen auswählen und bekommt dann angezeigt, welche anderen Pflanzen daneben gepflanzt werden können (companion planting) bzw. welche Kombinationen vermieden werden sollten. So können sich die Pflanzen gegenseitig hinsichtlich Schädlingsabwehr und Nährstoffaustausch perfekt unterstützen.

Mushroom Identify – Automatic picture recognition: Gratis app die bei der Identifikation von Pilzen hilft.

PlantNet Plant Identification: App zum bestimmen von Pflanzen anhand der Blätter, Blüten und anderen Eigenschaften. Gut zum Sammeln von Kräutern und essbaren Wildpflanzen.

Vegetarisch & Vegan Essen

HappyCow: Als Vegetarier (und später Veganer) ist das definitiv einer meiner Lieblings Apps. Im Grunde handelt es sich um einen Restaurantführer für Veggy-freundliche Establishments wie Restaurants und Bio-Läden. Mit Umkreissuche und Routenplaner.

Vegan Passport: Ebenfalls für Veganer geeignet handelt es sich beim Vegan Passport um eine App, die auf allen erdenklichen Sprachen (einschließlich bildlich) die Vegane Ernährungsweise erklärt. So kann man sich sehr einfach auch im Ausland Kellnern und Köchen gegenüber artikulieren.

Kommunikation und Sprache

Duolingo: Der klassiker, wenn es darum geht neue Sprachen zu lernen. Im Gegensatz zu Babbel gefällt mir der spielerische Ansatz. Statt stur zu pauken, ist das Training wie kleine Spiele aufgebaut, was das ganze etwas kurzweiliger und motivierender macht.

Picture Dictionary: Eine kostenlose App die statt Wörtern Bilder verwendet. So kann man sich unabhängig von der Sprache zumindest grundlegend durchschlagen. Enthalten sind zum Beispiel Bilder für Notfälle, Essen, Verkehr etc.

Radio Online: Gratis App um internationale Radiosender via Internet zu hören. Damit eröffnen sich einem ganz neue Welten was Musik angeht. Zudem interessant, wenn man eine andere Sprache lernen und im Hintergrund die lokalen Sender hören möchte.

Privatsphäre und Sicherheit

Brave Browser: die meisten Webbrowser für Android kommen leider nicht mit einem Werbeblocker oder der Möglichkeit solche als Erweiterung hinzuzufügen. Brave kommt bereits von Haus aus mit einem Werbeblocker und weiteren nützlichen Funktionen zum Schutz der Privatsphäre. Da Brave auf Webkit basiert, verhält er sich fast identisch zu Googles Chrome.

SAFE: eine gratis App die das Handy schnell und einfach auf Sicherheitsprobleme untersucht und Empfehlungen zum Beheben gibt.

Sicherheit, Notfälle und Überleben

Medical ID (Free): In Case of Emergency: eine Art digitale Notfall-Karte. Man kann darin wichtige Informationen wie Adresse, Blutgruppe, Organspende-Status etc. eintragen. In einem Notfall können Ersthelfer darauf auch ohne PIN zugreifen. Sehr gut geeignet für Menschen die alleine verreisen.

SOS Emergency App: Ähnlich zur vorherigen App. Allerdings bietet diese App ergänze Funktionen wie zum Beispiel die automatische Benachrichtigung von Angehörigen. Es können sogar automatisch permanent GPS Koordinaten an einen Kontakt gesendet werden. Vor allem schätze ich an der App, dass sie das aktuelle Land erkennt und im Notfall sofort die lokalen Notrufnummern anzeigt.

WikiMed – Offline Medical Wikipedia: vereinfacht gesagt handelt es sich hierbei um ein offline Wikipedia für Medizinische Fragen. Sehr hilfreich, wenn man medizinische Probleme hat und sich abseits von Ärzten und Internet befindet.

Radioactivity Counter: hierbei handelt es sich um einen geigerzähler für Mobiltelefone der Alpha- und Betastrahlung erfassen kann (leider keine Gammastrahlung). Hierzu muß lediglich die Handy-Kamera mit einem schwarzen Isolierband abgeklebt und die App kalibriert werden.

Offline Survival Manual: ein kostenloses offline Überlebenshandbuch für die Hosentasche. Enthält hilfreiche Anleitungen zu Themen wie Navigation in der Wildnis, Feuer machen, Unterkünfte bauen etc.

Disaster Alert: diese App warnt vor Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis uvm in Echtzeit.

 

Aussteiger in Bulgarien (Teil 2: Unsere Erfahrungen)

Im ersten Teil haben wir über unsere Vorbereitungen zu unserer Bulgarien Reise berichtet. Wir sind nun seit einigen Tagen wieder zurück in Spanien und möchten Euch im folgenden über unsere Reise und Erfahrungen quer durch Bulgarien berichten.

Im Gegensatz zu dem was wir über Bulgarien gehört haben, haben sich uns das Land und die Menschen von einer ganz anderen Seite gezeigt. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, ganz anders als es uns vorab dargestellt wurde, oder wie man es aus den Medien hört.

Die Natur in Bulgarien ist zu unserer Überraschung wirklich noch intakt. Es gibt viele Wälder mit richtigen Laubbäumen wie Eichen usw. Das Wasser in den Bergen ist absolut rein und klar. Wir haben die Wasserqualitäten zwischen 21 und 200 PPM gemessen. Überall gibt es natürliche Quellen und freie Entnahmestellen für Trinkwasser.

Wir haben sehr viel gesehen, wir sind durchs ganze Pirin Gebirge gefahren und durchs ganze Rhodopen Gebirge. Wir sind von der Mazedonischen Grenze bis runter zum Schwarzen Meer gefahren. Dann von der Türkischen Grenze rauf bis über Burgas. Von da aus sind wir quer durch das Land nach Sofia gefahren.

Wir hatten sehr viel Hilfe in Bulgarien von einem lieben Pärchen, einem jungen Anwalt und seiner Frau. Sie haben schon im Vorfeld Immobilien für uns herausgesucht, angefangen von Grundstücken über Häuser bis hin zu ganzen Dörfern. Sie haben vorher bei den Gemeinden angerufen und klar erzählt was wir machen wollen. Nahezu überall wo wir uns etwas angesehen haben war der Bürgermeister gleich mit vor Ort. Wir wurden überall mit offenen Armen empfangen. Auch bot uns so manch ein Bürgermeister bezüglich Genehmigungen und anderen Formalitäten direkt seine Hilfe an. Es war alles sehr herzlich und wir haben uns gleich aufgenommen gefühlt. Die Menschen waren sehr offen gegenüber unseren Ökodorf-Projekten und sind dem ganzen mehr als wohlgesonnen. Ein Bürgermeister sagte er bete zu Gott, dass Menschen wie wir kommen und neues Leben ins Dorf bringen.

Alles in allem haben wir ganz viel gesehen und wurden überall mehr als herzlich aufgenommen. Nach der Tour sind Katrin und ich allein komplett durchs Rhodopen Gebirge gefahren was ein echtes Abenteuer war.

Armut in Bulgarien

In Bulgarien gibt es viel Armut und viele Menschen leben sozusagen von der Hand im Mund. Allerdings schienen diese „armen Menschen“ – selbst in den alten Dörfern wo nur noch ein paar alte Menschen lebten – nicht gerade unglücklich, wenn ich mir so die Gesichter angesehen habe. Eine Frau winkte uns lachend zu und sagte sie sei mittlerweile 120 Jahre alt. Mir ist aufgefallen, dass diese „armen Menschen“ sehr glücklich waren. Ihre Augen lachten und strahlten wärme und Zufriedenheit aus. Ich kenne kaum Menschen, deren Augen so zufrieden aussahen wie bei diesen Menschen. Ich denke, dass die Armut auch ein Segen sein kann. Diese Menschen haben kein Geld um sich den ganzen Giftmüll aus den Supermärkten zu kaufen. Sie trinken ihr eigenes Quellwasser und essen aus dem eigenen Garten oder bekommen es von Menschen aus ihrer Region – alles selbst angebaut. Ihr Fleisch stammt nicht aus Massentierhaltung sondern hier leben die Tiere frei in der Natur. Ich denke, dass diese Menschen gar nicht wissen, was für ein Segen ihre „Armut“ in Wahrheit ist.

Die Jungen Menschen verlassen die Dörfer, um so zu leben, wie wir es nicht mehr möchten. Wir laufen von der Industrialisierung davon und die jungen Bulgaren sehen darin ihre Zukunft. Wenn sie die Wahrheit wüssten würden über die EU, industrielle Lebensmittel und die Industrialisierung, dann würden sie ihr Dorf wahrscheinlich nie verlassen, denke ich.

Die Qualität von Obst und Gemüse ist für uns der absolute Oberhammer gewesen. Hier schmecken die Tomaten noch wie richtige Tomaten und die Gurken haben so geschmeckt, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Das Obst ist vom Geschmack her das Beste, was ich in den letzten 35 Jahren gegessen habe. Allein die Äpfel haben so toll geschmeckt, wir hätten uns ausschließlich von denen ernähren können. Fleisch haben wir auch gegessen und es ist komplett anders, als das war wir aus unserer Vergangenheit kennen. Alles was wir gegessen haben war absolut hochwertige Bioqualität, wie wir sie nicht mal in Bioläden bekommen. Besser haben als in Bulgarien haben wir in den letzten Jahrzehnten nicht gegessen.

Preise

Die Preise Variieren je nach Gegend. Wir haben in Melnik für ein Hotelzimmer für uns Zwei zusammen 7,50 Euro pro Nacht bezahlt. Essen gehen inkl. Getränken liegt bei etwa 10 Euro pro Person. In kleineren Dörfern ist es noch günstiger. Wir haben für ein Menü inkl. Getränke für 5 Leute zusammen 51 Lever bezahlt – das sind rund 25 Euro. Das ist schon mehr als günstig und wir konnten nicht einmal alles aufessen. Wo kann man noch essen gehen für 5 Euro pro Person inkl. Getränke?

Die Grundstückspreise variieren sehr stark je nach Region. Man bekommt ganze Häuser mit Grundstück ab ca. 4000 Euro in einer günstigen Region die woanders ab 50.000 Euro zu haben sind. Hier gibt es wirklich sehr starke Preisunterschiede. Grundstückspreise variieren auch je nach Region zwischen 1 Euro und 100 Euro pro Quadratmeter. Es ist also alles vorhanden in den verschiedenen Preisklassen. Die Regionen mit den günstigen Grundstücken fanden wir eher unattraktiv oder sie waren zu weit ab vom Schuss oder zu hoch gelegen, so dass es im Winter zu kalt wird.

Die einzige Gegend, die uns am besten gefallen hat, ist zwischen Sozopol und Rezovo im Küstenbereich – maximal 10 Kilometer ins Landesinnere. Allerdings sind in dieser Gegend die Immobilien sehr teuer und es gibt hier kaum Grundstücke zu kaufen. Die Häuser haben dort zudem sehr kleine Grundstücke. Die Preise gingen ab ca. 50.000 Euro los und es war kaum etwas zu bekommen.

Wir haben einige schöne Grundstücke und Dörfer gesehen die bestimmt sehr interessant und gut geeignet für solche nachhaltigen Projekte sind. Nur uns hat eines gefehlt, der AHA Effekt. Also dass wir sagen könnten „das ist genau der Ort den wir suchen, das ist unser zuhause, hier möchten wir bleiben.“ Dieser AHA Effekt fehlte komplett. Den gab es nur in der Region zwischen Sozopol und Rezovo und dort haben wir kein geeignetes Fleckchen Erde gefunden.

Bulgarien ist definitiv ein tolles Land und wir schauen weiter, ob wir in unserer Wunsch Gegend das geeignete Fleckchen Erde finden. Wir sehen das so: unser Fleckchen Erde, welches für uns bestimmt ist, wartet noch irgendwo auf uns. Es wird uns finden, ohne dass wir Mühe haben zu suchen. Dann ist es richtig und im Fluss.

Es geht weiter. Als nächstes schauen wir uns Ungarn an. Hier sind wir von mehreren lieben Menschen eingeladen worden und schauen uns das Land an so wie einige Grundstücke und Häuser.

Das größte Problem ist dass wir ganz viel Land brauchen für mindestens 50 Grundstücke/Häuser. Würden wir nur für uns allein schauen, hätten wir schon längst etwas gefunden. Nur brauchen wir mindestens 50 Hektar Land und das ist nicht so einfach zu finden wie ein kleines Haus/Grundstück. Nur für uns allein hätten wir schon das passende gehabt.

Wir haben auch noch ein Angebot aus Nordspanien. Ein altes kleines Dorf mit 3 Häusern, 20 Hektar Land dabei für 220.000 Euro und angrenzende 100 Hektar Land können wir später dazu kaufen. Nur  ist Nordspanien zwar wesentlich grüner aber auch viel Kälter. Und alles andere wie Gesetze, EU-Tyrannei usw. ist hier leider auch nicht (mehr) viel besser (als in Deutschland). Ich weiss nur eines: wenn wir das passende gefunden haben, wird unser Herz es uns sagen – egal in welchem Land es liegt. Wir lassen alles auf uns zukommen.

Ich arbeite seit längerem an einem Konzept für ein autarkes Dorf, welches ist in den nächsten Wochen fertig und hier veröffentlicht wird. Es ist anders als alles andere was es an Ökodorf-Konzepten gibt. Es ist in dieser Form einmalig und es wird vielen Menschen helfen, ihre Vision vom autarken Leben zu realisieren. Ich denke erst wenn das Konzept online ist, wird sich alles fügen.

Viele Menschen stehen in den Startlöchern und warten auf das passende, nachhaltige Projekt. Alle Probleme die es in den bestehenden Gemeinschaften gibt wurden von uns von vorneherein berücksichtigt, so dass es auch tatsächlich auf Dauer Bestand hat. Unter dem Konzept wird es ein Bewerbungsbogen geben, bei dem jeder, der sich mit dem Konzept identifizieren kann, die Möglichkeit hat sich einzutragen um dabei zu sein.

Aussteiger in Bulgarien (Teil 1: Grundstein gelegt)

So, die Vorbereitungen unserer Reise sind abgeschlossen – zwei Wochen werden wir unterwegs sein. Alles ist für uns vorbereitet und geplant. Wir werden vom Flughafen abgeholt und dann geht es mit dem Auto, einem Bulgarischen Anwalt (Freund von unserer Freundin) und der lieben Bulgarischen Freundin ins Rhodopen Gebirge und ins Pirin Gebirge.

Dort schauen wir uns verschiedene verlassene Dörfer und Grundstücke an, die schon für uns heraus gesucht wurden. Einschließlich Dörfer in denen nur noch zwei oder drei Einwohner leben. Das ganze dauert 3 Tage. Alles ist vorbereitet, so dass wir uns wirklich auf die Dörfer und Grundstücke konzentrieren können.

Danach geht es ins Planina (Balkan Gebirge). Hier sind gut 40 leere Dörfer die wir uns ansehen wo Strom, Wasser, Quellwasser, oft Internet usw. alles vorhanden ist. Hier hilft uns ebenfalls ein Broker aus Bulgarien, ein Freund einer Freundin.

Weitere Fahrten in verschiedene Regionen sind ebenfalls geplant. So verbringen wir die Zeit nicht mit Suchen und sinnlosem herumfahren. Alles ist im Vorfeld super gut organisiert und geplant worden. Die Menschen vor Ort haben für uns statistische Marktforschung, Untersuchung von Objekten usw. betrieben. Wir haben die 14 Tage also jeden Tag volles Programm. Wenn wir am ersten Abend ankommen, sind wir bereits am nächsten Abend schon zu einem bulgarischen Dorf-fest eingeladen.

Und das schönste ist, dass wir so viel Hilfe bekommen. Wenn interessante Objekte dabei sind, klären sie das mit den Verkäufern, mit den Gemeinden und Bürgermeistern usw. direkt ab. Alles wird im Vorfeld abgeklärt und unser Projekt wird vorgestellt. So das wir überall bauen und selber die Grundstücke einteilen dürfen – und vieles mehr. Nur so hat unser Dorf auch bestand – wenn alles im Vorfeld offiziell genehmigt worden ist und wir dort Willkommen sind.

Wir werden ganz viele Bilder machen, von allem was interessant ist. Es sind bestimmt auch noch ganz viele leere Dörfer usw. die für andere gleichgesinnte interessant sind. Diese werde ich dann auf re:Gaia Connect vorstellen.

Unser Ziel ist es, ein Dorf oder geeignetes Land zu bekommen das für gut 100 Häuschen geeignet oder zumindest expandierbar ist. Leere Grundstücke werden bei einer Größe von 1000 qm ca. 500 Euro kosten – ein einmaliger Kaufpreis! Auch wird es kostenlose Grundstücke geben die von anderen mitfinanziert werden. Das sind unsere Ziele. Genaues können wir erst sagen, wenn wir alles vor Ort live gesehen haben und wieder von unserer Reise zurück sind. Weitere Infos zum Projekt findet ihr hier http://t-haefker.de/index.php/auswandern-leicht-gemacht-mit-wenig-eigenkapital

Zum zweiten Teil unserer Reihe „Aussteiger in Bulgarien“ geht es hier.