Aussteiger, Backpacker, Veganer und Autark leben: Praktische Apps

Als Aussteiger und Reisender habe ich in in den letzten Jahren die ein oder andere interessante Android App gesehen und die, aus meiner Sicht sinnvollsten, möchte ich hier mit euch teilen. Viele der Apps sind gratis. Einige kosten ein paar Euros. Möglicherweise gibt es für andere Plattformen ähnliche Apps, darauf gehe ich hier aber nicht ein.

Auto, Camper, Wohnmobil und Verkehr

Blitzer.de PLUS: der Klassiker, wenn es darum geht, im In- und Ausland – besonders auf lange Reisen – sicher zu fahren. Die App warnt neben Stationären- und Mobilen Blitzern (in einigen Länder hat der Gesetzgeber ein Problem damit) auch vor Baustellen, Unfällen, Glatteis und anderen Gefahren.

OsmAnd — Offline Travel Maps & Navigation: kostenlose Google Maps Alternative mit offline Karten. Die App selber ist gratis und die ersten sechs offline Karten ebenfalls.

promobil Stellplatz-Radar: diese App enthält für Camper/Wohnmobile interessante Stellplätze im In- und Ausland. Viele davon sind kostenlos und echte Juwelen. Die online Funktion ist gratis, für die offline Version verlangt der Entwickler einen jährlichen Betrag.

Pflanzen, Pilze & Permakultur

Plantassoc – companion planting: besonders für diejenigen die einen Bio- oder Permakulturgarten pflegen ist diese kostenlose App interessant. Man kann eine Pflanzen auswählen und bekommt dann angezeigt, welche anderen Pflanzen daneben gepflanzt werden können (companion planting) bzw. welche Kombinationen vermieden werden sollten. So können sich die Pflanzen gegenseitig hinsichtlich Schädlingsabwehr und Nährstoffaustausch perfekt unterstützen.

Mushroom Identify – Automatic picture recognition: Gratis app die bei der Identifikation von Pilzen hilft.

PlantNet Plant Identification: App zum bestimmen von Pflanzen anhand der Blätter, Blüten und anderen Eigenschaften. Gut zum Sammeln von Kräutern und essbaren Wildpflanzen.

Vegetarisch & Vegan Essen

HappyCow: Als Vegetarier (und später Veganer) ist das definitiv einer meiner Lieblings Apps. Im Grunde handelt es sich um einen Restaurantführer für Veggy-freundliche Establishments wie Restaurants und Bio-Läden. Mit Umkreissuche und Routenplaner.

Vegan Passport: Ebenfalls für Veganer geeignet handelt es sich beim Vegan Passport um eine App, die auf allen erdenklichen Sprachen (einschließlich bildlich) die Vegane Ernährungsweise erklärt. So kann man sich sehr einfach auch im Ausland Kellnern und Köchen gegenüber artikulieren.

Kommunikation und Sprache

Duolingo: Der klassiker, wenn es darum geht neue Sprachen zu lernen. Im Gegensatz zu Babbel gefällt mir der spielerische Ansatz. Statt stur zu pauken, ist das Training wie kleine Spiele aufgebaut, was das ganze etwas kurzweiliger und motivierender macht.

Picture Dictionary: Eine kostenlose App die statt Wörtern Bilder verwendet. So kann man sich unabhängig von der Sprache zumindest grundlegend durchschlagen. Enthalten sind zum Beispiel Bilder für Notfälle, Essen, Verkehr etc.

Radio Online: Gratis App um internationale Radiosender via Internet zu hören. Damit eröffnen sich einem ganz neue Welten was Musik angeht. Zudem interessant, wenn man eine andere Sprache lernen und im Hintergrund die lokalen Sender hören möchte.

Privatsphäre und Sicherheit

Brave Browser: die meisten Webbrowser für Android kommen leider nicht mit einem Werbeblocker oder der Möglichkeit solche als Erweiterung hinzuzufügen. Brave kommt bereits von Haus aus mit einem Werbeblocker und weiteren nützlichen Funktionen zum Schutz der Privatsphäre. Da Brave auf Webkit basiert, verhält er sich fast identisch zu Googles Chrome.

SAFE: eine gratis App die das Handy schnell und einfach auf Sicherheitsprobleme untersucht und Empfehlungen zum Beheben gibt.

Sicherheit, Notfälle und Überleben

Medical ID (Free): In Case of Emergency: eine Art digitale Notfall-Karte. Man kann darin wichtige Informationen wie Adresse, Blutgruppe, Organspende-Status etc. eintragen. In einem Notfall können Ersthelfer darauf auch ohne PIN zugreifen. Sehr gut geeignet für Menschen die alleine verreisen.

SOS Emergency App: Ähnlich zur vorherigen App. Allerdings bietet diese App ergänze Funktionen wie zum Beispiel die automatische Benachrichtigung von Angehörigen. Es können sogar automatisch permanent GPS Koordinaten an einen Kontakt gesendet werden. Vor allem schätze ich an der App, dass sie das aktuelle Land erkennt und im Notfall sofort die lokalen Notrufnummern anzeigt.

WikiMed – Offline Medical Wikipedia: vereinfacht gesagt handelt es sich hierbei um ein offline Wikipedia für Medizinische Fragen. Sehr hilfreich, wenn man medizinische Probleme hat und sich abseits von Ärzten und Internet befindet.

Radioactivity Counter: hierbei handelt es sich um einen geigerzähler für Mobiltelefone der Alpha- und Betastrahlung erfassen kann (leider keine Gammastrahlung). Hierzu muß lediglich die Handy-Kamera mit einem schwarzen Isolierband abgeklebt und die App kalibriert werden.

Offline Survival Manual: ein kostenloses offline Überlebenshandbuch für die Hosentasche. Enthält hilfreiche Anleitungen zu Themen wie Navigation in der Wildnis, Feuer machen, Unterkünfte bauen etc.

Disaster Alert: diese App warnt vor Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis uvm in Echtzeit.

 

Aussteiger in Bulgarien (Teil 2: Unsere Erfahrungen)

Im ersten Teil haben wir über unsere Vorbereitungen zu unserer Bulgarien Reise berichtet. Wir sind nun seit einigen Tagen wieder zurück in Spanien und möchten Euch im folgenden über unsere Reise und Erfahrungen quer durch Bulgarien berichten.

Im Gegensatz zu dem was wir über Bulgarien gehört haben, haben sich uns das Land und die Menschen von einer ganz anderen Seite gezeigt. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, ganz anders als es uns vorab dargestellt wurde, oder wie man es aus den Medien hört.

Die Natur in Bulgarien ist zu unserer Überraschung wirklich noch intakt. Es gibt viele Wälder mit richtigen Laubbäumen wie Eichen usw. Das Wasser in den Bergen ist absolut rein und klar. Wir haben die Wasserqualitäten zwischen 21 und 200 PPM gemessen. Überall gibt es natürliche Quellen und freie Entnahmestellen für Trinkwasser.

Wir haben sehr viel gesehen, wir sind durchs ganze Pirin Gebirge gefahren und durchs ganze Rhodopen Gebirge. Wir sind von der Mazedonischen Grenze bis runter zum Schwarzen Meer gefahren. Dann von der Türkischen Grenze rauf bis über Burgas. Von da aus sind wir quer durch das Land nach Sofia gefahren.

Wir hatten sehr viel Hilfe in Bulgarien von einem lieben Pärchen, einem jungen Anwalt und seiner Frau. Sie haben schon im Vorfeld Immobilien für uns herausgesucht, angefangen von Grundstücken über Häuser bis hin zu ganzen Dörfern. Sie haben vorher bei den Gemeinden angerufen und klar erzählt was wir machen wollen. Nahezu überall wo wir uns etwas angesehen haben war der Bürgermeister gleich mit vor Ort. Wir wurden überall mit offenen Armen empfangen. Auch bot uns so manch ein Bürgermeister bezüglich Genehmigungen und anderen Formalitäten direkt seine Hilfe an. Es war alles sehr herzlich und wir haben uns gleich aufgenommen gefühlt. Die Menschen waren sehr offen gegenüber unseren Ökodorf-Projekten und sind dem ganzen mehr als wohlgesonnen. Ein Bürgermeister sagte er bete zu Gott, dass Menschen wie wir kommen und neues Leben ins Dorf bringen.

Alles in allem haben wir ganz viel gesehen und wurden überall mehr als herzlich aufgenommen. Nach der Tour sind Katrin und ich allein komplett durchs Rhodopen Gebirge gefahren was ein echtes Abenteuer war.

Armut in Bulgarien

In Bulgarien gibt es viel Armut und viele Menschen leben sozusagen von der Hand im Mund. Allerdings schienen diese „armen Menschen“ – selbst in den alten Dörfern wo nur noch ein paar alte Menschen lebten – nicht gerade unglücklich, wenn ich mir so die Gesichter angesehen habe. Eine Frau winkte uns lachend zu und sagte sie sei mittlerweile 120 Jahre alt. Mir ist aufgefallen, dass diese „armen Menschen“ sehr glücklich waren. Ihre Augen lachten und strahlten wärme und Zufriedenheit aus. Ich kenne kaum Menschen, deren Augen so zufrieden aussahen wie bei diesen Menschen. Ich denke, dass die Armut auch ein Segen sein kann. Diese Menschen haben kein Geld um sich den ganzen Giftmüll aus den Supermärkten zu kaufen. Sie trinken ihr eigenes Quellwasser und essen aus dem eigenen Garten oder bekommen es von Menschen aus ihrer Region – alles selbst angebaut. Ihr Fleisch stammt nicht aus Massentierhaltung sondern hier leben die Tiere frei in der Natur. Ich denke, dass diese Menschen gar nicht wissen, was für ein Segen ihre „Armut“ in Wahrheit ist.

Die Jungen Menschen verlassen die Dörfer, um so zu leben, wie wir es nicht mehr möchten. Wir laufen von der Industrialisierung davon und die jungen Bulgaren sehen darin ihre Zukunft. Wenn sie die Wahrheit wüssten würden über die EU, industrielle Lebensmittel und die Industrialisierung, dann würden sie ihr Dorf wahrscheinlich nie verlassen, denke ich.

Die Qualität von Obst und Gemüse ist für uns der absolute Oberhammer gewesen. Hier schmecken die Tomaten noch wie richtige Tomaten und die Gurken haben so geschmeckt, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Das Obst ist vom Geschmack her das Beste, was ich in den letzten 35 Jahren gegessen habe. Allein die Äpfel haben so toll geschmeckt, wir hätten uns ausschließlich von denen ernähren können. Fleisch haben wir auch gegessen und es ist komplett anders, als das war wir aus unserer Vergangenheit kennen. Alles was wir gegessen haben war absolut hochwertige Bioqualität, wie wir sie nicht mal in Bioläden bekommen. Besser haben als in Bulgarien haben wir in den letzten Jahrzehnten nicht gegessen.

Preise

Die Preise Variieren je nach Gegend. Wir haben in Melnik für ein Hotelzimmer für uns Zwei zusammen 7,50 Euro pro Nacht bezahlt. Essen gehen inkl. Getränken liegt bei etwa 10 Euro pro Person. In kleineren Dörfern ist es noch günstiger. Wir haben für ein Menü inkl. Getränke für 5 Leute zusammen 51 Lever bezahlt – das sind rund 25 Euro. Das ist schon mehr als günstig und wir konnten nicht einmal alles aufessen. Wo kann man noch essen gehen für 5 Euro pro Person inkl. Getränke?

Die Grundstückspreise variieren sehr stark je nach Region. Man bekommt ganze Häuser mit Grundstück ab ca. 4000 Euro in einer günstigen Region die woanders ab 50.000 Euro zu haben sind. Hier gibt es wirklich sehr starke Preisunterschiede. Grundstückspreise variieren auch je nach Region zwischen 1 Euro und 100 Euro pro Quadratmeter. Es ist also alles vorhanden in den verschiedenen Preisklassen. Die Regionen mit den günstigen Grundstücken fanden wir eher unattraktiv oder sie waren zu weit ab vom Schuss oder zu hoch gelegen, so dass es im Winter zu kalt wird.

Die einzige Gegend, die uns am besten gefallen hat, ist zwischen Sozopol und Rezovo im Küstenbereich – maximal 10 Kilometer ins Landesinnere. Allerdings sind in dieser Gegend die Immobilien sehr teuer und es gibt hier kaum Grundstücke zu kaufen. Die Häuser haben dort zudem sehr kleine Grundstücke. Die Preise gingen ab ca. 50.000 Euro los und es war kaum etwas zu bekommen.

Wir haben einige schöne Grundstücke und Dörfer gesehen die bestimmt sehr interessant und gut geeignet für solche nachhaltigen Projekte sind. Nur uns hat eines gefehlt, der AHA Effekt. Also dass wir sagen könnten „das ist genau der Ort den wir suchen, das ist unser zuhause, hier möchten wir bleiben.“ Dieser AHA Effekt fehlte komplett. Den gab es nur in der Region zwischen Sozopol und Rezovo und dort haben wir kein geeignetes Fleckchen Erde gefunden.

Bulgarien ist definitiv ein tolles Land und wir schauen weiter, ob wir in unserer Wunsch Gegend das geeignete Fleckchen Erde finden. Wir sehen das so: unser Fleckchen Erde, welches für uns bestimmt ist, wartet noch irgendwo auf uns. Es wird uns finden, ohne dass wir Mühe haben zu suchen. Dann ist es richtig und im Fluss.

Es geht weiter. Als nächstes schauen wir uns Ungarn an. Hier sind wir von mehreren lieben Menschen eingeladen worden und schauen uns das Land an so wie einige Grundstücke und Häuser.

Das größte Problem ist dass wir ganz viel Land brauchen für mindestens 50 Grundstücke/Häuser. Würden wir nur für uns allein schauen, hätten wir schon längst etwas gefunden. Nur brauchen wir mindestens 50 Hektar Land und das ist nicht so einfach zu finden wie ein kleines Haus/Grundstück. Nur für uns allein hätten wir schon das passende gehabt.

Wir haben auch noch ein Angebot aus Nordspanien. Ein altes kleines Dorf mit 3 Häusern, 20 Hektar Land dabei für 220.000 Euro und angrenzende 100 Hektar Land können wir später dazu kaufen. Nur  ist Nordspanien zwar wesentlich grüner aber auch viel Kälter. Und alles andere wie Gesetze, EU-Tyrannei usw. ist hier leider auch nicht (mehr) viel besser (als in Deutschland). Ich weiss nur eines: wenn wir das passende gefunden haben, wird unser Herz es uns sagen – egal in welchem Land es liegt. Wir lassen alles auf uns zukommen.

Ich arbeite seit längerem an einem Konzept für ein autarkes Dorf, welches ist in den nächsten Wochen fertig und hier veröffentlicht wird. Es ist anders als alles andere was es an Ökodorf-Konzepten gibt. Es ist in dieser Form einmalig und es wird vielen Menschen helfen, ihre Vision vom autarken Leben zu realisieren. Ich denke erst wenn das Konzept online ist, wird sich alles fügen.

Viele Menschen stehen in den Startlöchern und warten auf das passende, nachhaltige Projekt. Alle Probleme die es in den bestehenden Gemeinschaften gibt wurden von uns von vorneherein berücksichtigt, so dass es auch tatsächlich auf Dauer Bestand hat. Unter dem Konzept wird es ein Bewerbungsbogen geben, bei dem jeder, der sich mit dem Konzept identifizieren kann, die Möglichkeit hat sich einzutragen um dabei zu sein.

re:Gaia Connect: Neue Kategorie „Feste und Feiertage“

Die Feiertage nähern sich mit großen Schritten und wir genießen schon seit einigen Tagen die Schokomilch vor dem Kamin (natürlich Vegan :mrgreen: ). Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Menschen, die aufgrund diverser Umstände die eigentlich schönste Zeit des Jahres leider alleine verbringen müssen.

Deshalb haben wir re:Gaia Connect um die neue Kategorie Gleichgesinnte – Feste und Feiertage erweitert. In dieser Kategorie kann sich jeder eintragen, der über die Feiertage Platz für andere Gleichgesinnte hat bzw. auf der Suche nach einer gemeinsamen Feier ist. Das gilt natürlich auch für Aussteiger die möglicherweise weit von ihren Familie entfernt sind und in ihrem neuen Heimatland Anschluss und Freunde suchen.

Die Feiertage gemeinsam mit anderen Menschen feiern und dabei etwas Gutes tun.

Wir hoffen, dass sich dadurch viele liebe Menschen zusammenfinden und so die eigentlichen Gedanken der Weihnachtszeit wie Menschlichkeit und Güte erfahren. Wir werden unseren Kamin und Weihnachtsbraten auf jeden Fall mit anderen netten Menschen teilen, und gemeinsam den Jahresabschluss zelebrieren. :D

reGaia Connect – der erste Monat in Zahlen

Es sind nun weitere drei Wochen seit dem letzten Beitrag unserer Reihe „re:Gaia Connect in Zahlen“ vergangen und wir möchten euch ein kleines Update zum ersten Monat in der öffentlichen Beta Phase geben.

Nachdem ersten Monat können wir mit großer Freude auf folgende Zahlen blicken: 192 registrierte Benutzer haben 61 Inserate eingestellt. Die Inserate wurden insgesamt 9512 Mal betrachtet.

15.719 individuelle Besucher haben über 37 GB Datenverkehr generiert. Den vorherigen Rekord von maximal 1161 Besuchern an einem Tag konnten wir mit aktuell 1369 Besuchern knapp übertreffen.

Die Domain Authority ist von 10 auf 11 gestiegen und die Backlinks haben sich von 122 auf 226 fast verdoppelt.

Auf Facebook hat die re:Gaia Seite inzwischen über 500 Followers.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren Besuchern, Inserenten und vor allem bei allen die uns direkt unterstützen! <3

 

Das re:Gaia-Team sucht Verstärkung!

Da unser erstes Projekt (von vielen), re:Gaia Connect größeren Zuspruch erhält, als wir ursprünglich erwartet haben, suchen wir noch engagierte Menschen, die uns in unserer Mission unterstützen möchten. Vorweg: es handelt sich um ehrenamtliche, sprich unbezahlte Tätigkeiten.

Zur schnelleren Umsetzung und Pflege unserer re:Gaia Projekte (Schwerpunkte Umweltschutz und nachhaltige, ökologische Lebensgemeinschaften), suchen wir noch Menschen mit den unten aufgeführten Fertigkeiten. Bitte bedenkt, dass es sich bei re:Gaia um ein holistisches Konzept handelt und folglich etwas mehr Zeit beansprucht. Wenn du also weniger als 3-4 Stunden pro Woche aufwenden möchtest bzw. kannst, bist du leider nicht unser Kandidat.

Wir arbeiten in einem lockeren online-Team mit relativ wenig Zeitdruck. Wichtig ist für uns jedoch Kontinuität und Zuverlässigkeit.

Wer das re:Gaia-Prinzip verstanden hat, wird sich um die passende Wertschätzung der geleisteten Beiträge keine Gedanken machen müßen. ;-)

Was wir aktuell am dringendsten suchen:

  1. Senior Grafiker für print- und digitale Medien für Logos, Grafiken, Flyer, etc. (Photoshop, Illustrator etc)
  2. Übersetzer / Korrekturleser Deutsch, Englisch, Spanisch (Website, Blog, Flyer etc.)
  3. Social Media Manager für Facebook und Co. (Seiten/Gruppen pflegen, Reichweite erhöhen, Promotions)
  4. Senior Front- und Backend Web Developer

Eine ausführliche Liste der „offenen Stellen“ findest du hier.

Wenn etwas in der Liste dabei ist was du kannst und du uns gerne unterstützen möchtest, wende dich bitte über das Kontaktformular oder direkt per Mail an uns. Vielen Dank!

Strompreis, Export und Hambi – wie weit geben wir nach?

Wir haben uns mal die Strompreise im Europa-Vergleich angesehen und selbstverständlich ist der Strompreis in Deutschland am teuersten. In Deutschland hat sich seit dem Jahr 2000 der Strompreis verdoppelt. Das Paradoxe daran ist, dass Deutschland einer der größten Strom-Exporteure in Europa ist und der größte Teil in die Niederlande exportiert wird. Dort ist der Strom knapp 50% günstiger als in Deutschland (Deutschland: 30,4 cent/kWH – Niederlande: 15,6 cent/kWH). Die deutschen Bürger bezahlen Höchstpreise für Strom in der EU während andere Länder unseren Strom zum Dumpingpreis bekommen.

Für diesen Strom wird unsere Natur kaputt gemacht. Für Strom der in Deutschland gar nicht benötigt und lediglich in andere Länder billig verramscht wird. In Anbetracht der Hambach-Diskussion ist das fast schon schizophren. Erinnern wir uns an RWEs Aussage zur Notwendigkeit der Erweiterung der Kohlekraftwerke:

Die Rodung sei „zwingend erforderlich, um den Fortschritt des Tagebaus und damit einen wichtigen Teil der Stromversorgung in Deutschland nicht zu gefährden“, sagt RWE. 15 Prozent des Stroms in NRW würden hier erzeugt.

Es scheint also, als würden REW & Co. ihren dreckigen Braunkohlestrom überproduzieren, damit der deutsche Strom in andere Länder billig verramscht werden kann, während in Deutschland teuer abkassiert wird. Alles zu Lasten unserer Landschaft und der Bürger, die hier ganz klar über den Tisch gezogen werden.

Hier geht es offensichtlich nicht um die Sicherstellung der Energieproduktion sondern schlichtweg um Profit. Möchten wir dafür unsere Wälder abholzen und die Natur zerstören lassen? Damit RWE und Co. sich weiter an der Zukunft unserer Kinder und unseres Planeten bereichern können?

Um fair zu bleiben, der Deutsche Staat ist natürlich nicht ganz unschuldig an den hohen Strompreisen. Rund 53% des Strompreises setzt sich aus Abgaben wie Mehrwertsteuer, Stromsteuer und EEG-Umlage zusammen. Lediglich in Dänemark kassiert der Staat beim Strom noch dreister ab als in Deutschland.

Im Hambacher Forst geht es aus unserer Sicht also in Erster Linie nicht um einige Hektar verbleibenden Wald (der natürlich wichtig und schützenswert ist) und auch nicht um ein paar Baumhäuser. Es geht darum, wie lange wir noch dabei zuschauen, wie unser Lebensraum von Konzernen und Regierung ausgeplündert und verdreckt wird. Wie viel wollen wir beim Thema Naturschutz noch nachgeben? Wir sagen: keinen Millimeter mehr!

Freiheit, Zensur und Privatsphäre: Facebook, WhatsApp & Co. (Teil 2)

Im ersten Teil unserer Blog-Reihe „Freiheit, Zensur und Privatsphäre“ haben wir die Probleme mit Facebook, WhatsApp und Google geschildert und einige interessante Alternativen genannt. In diesem zweiten Teil möchten wir darauf eingehen, wie uns als re:Gaia-Team die zunehmende Internet-Zensur betrifft und welche Maßnahmen wir dagegen getroffen haben.

Die Woche hat damit begonnen, dass Facebook mehrere Seiten unangekündigt gelöscht hat. Viele davon hatten mehrere hunderttausend Followers. Einige davon sogar mehrere Millionen. Eine dieser Seiten wurde von einem US Air-Force Veteran betrieben, der im Einsatz beide Beine und seine rechte Hand verlor – also ein Invalider. Die Seite die er betrieb, hatte über drei Millionen Followers. Wir sind ja inzwischen schon einiges von Facebooks Willkür beim löschen/sperren von Menschen mit unerwünschten Meinung gewohnt. Was diesen Fall hier aber so besonders macht ist der Umstand, dass der Betreiber über die letzten Jahre mehr als 300.000 USD Dollar für Werbung auf Facebook bezahlt hat.

Es ist also davon auszugehen, dass die Inhalte der Seite jahrelang vom Facebook Team manuell überprüft wurden – eine Anforderung, wenn man auf Facebook gesponserte, also bezahlte Beiträge, bewerben möchte. Laut dem Betreiber wurde nicht ein einziger Beitrag seiner Seite je vom Facebook-Team beanstandet. Die eigentliche Frechheit ist hier aber, dass ein Mensch sich ein ehrliches online-Einkommen aufbaut um seine Familie zu ernähren, es Jahrelang pflegt, bezahlte Werbung schaltet um die Reichweite zu erhöhen und diese dann plötzlich und ohne Vorwarnung von Facebook grundlos gelöscht wird. Somit ist ein ganzes Geschäft und Einkommen von Heute auf Morgen weg, kaputt und ausradiert. Eine Situation, in die sich sicher keiner gerne begeben möchte.

Ironischerweise ist etwas ähnliches einem unserer Facebook-Admins der „Project re:Gaia“ Seite ebenfalls passiert. Nach dem teilen eines re:Gaia Connect Inserates und eines re:Gaia Blog-Posts wurde der Account ohne Vorwarnung von Facebook gesperrt. Glücklicherweise haben wir noch mehrere Admins die die Seiten und Gruppen betreuen. Wir müssen aber jeden Tag damit rechnen, dass unsere Accounts, Gruppen und Seiten von Facebook gelöscht werden. Aus diesem Grund bieten wir auch alternative Gruppen/Seiten auf lovestorm-people und anderen Medien an.

WhatsApp – eine Facebook Tochter, hat diese Woche hunderttausende WhatsApp Konten gesperrt. Das ist in sofern eine große Sache, als dass es sich bei WhatsApp um einen Messenger und keine öffentliche, soziale Plattform handelt. Benutzer haben nun also zu befürchten, dass nicht nur ihr Facebook-Konto sondern auch das WhatsApp Konto gesperrt werden. Kein Wunder also, dass WhatsApp Alternativen wie Signal so viel Zulauf erleben wie noch nie.

Zwar sind wir keine gewinnorientierte Organisation die einen finanziellen Schaden von Zensur tragen würde, allerdings hat jeder Content den wir generieren, sei es Videos, Blog Posts oder einfach nur Beiträge auf unseren Webseiten, einen Wert. Es erfordert Zeit und Arbeit Content zu generieren und logischerweise ist das Ziel, den Content so weit als möglich zu verbreiten und eine möglichst große Reichweite zu generieren. Wenn wir nun also aufwendig Content erstellen und wir nicht abschätzen können, ob und wann der Content willkürlich gelöscht wird, ist das für uns ein (geschäftliches) Risiko. Vereinfacht lässt es sich damit vergleichen, als ob man als Firmengründer sein Geschäft in einem Land aufbauen möchte, in dem der Staat jederzeit und willkürlich die Firma und alle Gewinne enteignen kann. (Randbemerkung: Deutschland liegt heute beim globalen Politischen-Stabilitäts-Index auf Platz 54; verglichen mit Platz 16 im Jahre 1996). Deswegen prüfen wir auch stetig neue Alternativen. Statt Youtube verwenden wir Vimeo. Allerdings haben wir auch schon komplett zensur-freie Plattformen wie Bitchute im Auge.

Neben der privaten Zensur der Sozialen Netzwerke kommt inzwischen auch die Staatliche Zensur offensichtlich wieder in Mode. Die Vergangenheit wiederholt sich eben doch so oft, bis wir es endlich lernen. Die neuen, äußerst umstrittenen EU Copyright Gesetze würden unsere Plattform nach ersten Einschätzungen auch betreffen. Wir wären gezwungen, alle Benutzer-Uploads zu moderieren und würden für mögliche Copyright-Verletzungen haftbar gemacht werden. Zudem wären wir gezwungen, vollständige Datensätze unserer Benutzer zu erheben um Regierungsorganisationen mögliche Ermittlungen zu erleichtern. Selbstverständlich ist das für uns absolut inakzeptabel. Wir beschränken uns bei allen unseren Plattformen auf die nötigsten Daten (Username, eMail, Passwort). Wir fördern aktiv Anonymität, Privatsphäre und einen freien Ideenaustausch.

Zu den neuen EU Copyright-Gesetzen kommt auch noch das leidige Thema „Hatespeech„. Ein Begriff, der nicht genau definiert ist und deswegen praktisch unbegrenzten Spielraum erlaubt, wenn es darum geht, ob Beiträge gelöscht werden müssen oder sogar strafbar sind. Das geht sogar so weit, dass die Britische Polizei dazu aufruft, nicht-strafbare, „offensive“ Inhalte wie Kommentare in Sozialen Medien, bei der Polizei zu melden [2].

Um diese Risiken zu minimieren, haben wir zum Beispiel schon in der Alpha-Phase der re:Gaia Connect Entwicklung unsere wichtigsten Server von den Niederlanden in die USA repliziert. (Dank Reverse-Proxy mit Geo-caching ist davon aber hinsichtlich der Geschwindigkeit wenig zu merken). Somit stellen wir sicher, dass unsere re:Gaia Projekte von der Willkür und Tyrannei der Internet-Monopole und Regierungen geschützt sind.

Wir empfehlen unseren Besuchern nachdrücklich, sich mit den Alternativen zu Facebook, Google, WhatsApp und Co. auseinanderzusetzen, sofern sie auch weiterhin auf eine breite Palette von Informationen und Ideen Zugriff haben möchten.

re:Gaia Connect – Benutzerdefinierte Suchen und Inserate abonnieren

In diesem Beitrag möchten wir Euch zwei Möglichkeiten vorstellen, wie ihr noch einfacher auf dem neusten Stand über die Inserate auf re:Gaia Connect bleiben könnt.
Die erste Möglichkeit sind Abonnierte Suchen. Damit könnt ihr euch eine Suche mit selbst-definierten Kriterien erstellen, die euch bei neuen Inseraten zum Thema per eMail benachrichtigt. Bei dieser Methode werdet ihr lediglich über neue Inserate informiert, die unter die definierten Kriterien fallen.

Bei der zweiten Möglichkeit handelt es sich um einen RSS Feed der mit einem entsprechenden Programm wie zum Beispiel Mozilla Thunderbird abonniert werden kann. Diese Methode stellt alle Inserate ungefiltert bereit.

Suche Abonnieren

Um eine Suche zu abonnieren, sind die folgenden Schritte nötig:

  1. Wähle die Kategorie, für die du eMail-Benachrichtigungen erhalten möchtest. Zum Beispiel „Gemeinschaften“
  2. In der linken Seitenleiste unter „Erweiterte Suche“ kann du nun die gewünschten Filter auswählen. Zum Beispiel nur Inserate aus Spanien, die ein Bild haben und als primäre Sprache deutsch beinhalten
  3. Anschließend musst du einmal auf den „Suchen“ Button und danach auf „Suche Abonnieren“ klicken. Damit ist die Suche ab sofort abonniert
  4. Wenn ein neues Inserat auf re:Gaia Connect eingestellt wird, welches den Kriterien (Kategorie Gemeinschaft, in Spanien, mit Bild und in deutsch) entspricht, erhälst du am Ende des Tages eine eMail mit allen zutreffenden Inseraten
  5. Es können bis zu zehn Suchen abonniert werden. Abonnierte Suchen können in den Konto-Einstellungen unter „Benachrichtigungen“ gelöscht werden: https://connect.regaia.org/user/alerts

Inserate via RSS Feed abonnieren

Um über alle Inserate via RSS Feed auf dem Laufenden zu bleiben, wird ein RSS Client benötigt. Im Internet gibt es viele kostenlose Programme dafür. Eines davon ist zum Beispiel Mozilla Thunderbird. Eine vollständige Anleitung für Mozilla Thunderbird ist hier zu finden.

  1. RSS Client wie z.B. Thunderbird starten
  2. Einen neuen RSS Account anlegen und einen Namen vergeben, zum Beispiel „reGaia“
  3. Den neuen RSS Account auswählen und „Abonnements verwalten“ auswählen
  4. Die folgende URL bei Feed-URL angeben: https://connect.regaia.org/feed
  5. Als Intervall sind 60-120 Minuten angemessen
  6. Jetzt ist links im Menü der reGaia RSS-Feed mit den neusten Inseraten mit Vorschau-Bildern und Texten zu sehen. Sobald neue Inserate auf re:Gaia Connect eingestellt werden, erscheinen sie innerhalb von 1-2 Stunden (je nach Einstellung) automatisch im RSS Reader

re:Gaia Gruppen und Social Media

Update 01. Apr. 2019: Pintrest und Voat hinzugefügt

Update 09. Mar. 2019: Die Facebook Seiten wurden entfernt. Vimeo und Instagram wurden hinzugefügt.

Update 05. Nov. 2018: Wir sind nun auch auf gab.ai (Twitter Alternative) https://gab.ai/reGaia und Minds.com (Facebook Alternative) https://www.minds.com/reGaia zu finden.

Aufgrund gehäufter Anfragen zur Vernetzung außerhalb von re:Gaia Connect haben wir uns entschlossen, einige Seiten und Gruppen auf populären Sozialen Medien zu erstellen. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Idee von re:Gaia Connect darin besteht, sich im realen Leben – außerhalb der online Welt zu vernetzen. Die Sozialen Gruppen sollen also primär Diskussionen rund um die Bereiche re:Gaia, Ökologisches und Nachhaltiges Leben sowie Gemeinschaften dienen und im besten Fall zu Freundschaften und Projekten in der Realität führen.

Wir möchten uns in Punkto Moderation soweit es geht zurückhalten und lediglich Troll-, Spam- und Illegale Beiträge entfernen.

Auf den jeweiligen Seiten werden wir regelmäßige Neuigkeiten rund um re:Gaia bereitstellen. In den Gruppen könnt ihr euch frei untereinander austauschen. Wir freuen uns auf einen regen Ideenaustausch mit Euch. :-)

 

Facebook Seite: https://www.facebook.com/projektregaia/

Facebook Gruppe: https://www.facebook.com/groups/2317422038529024/

Unavis Seite: https://unavis.org/pages/reGaia

LoveStorm-People Seite: https://www.lovestorm-people.com/social-media-community/reGaia/

LoveStorm-People Gruppe: https://www.lovestorm-people.com/social-media-community/reGaiaConnect/

Reddit: https://old.reddit.com/r/reGaia/

linkedIn: https://www.linkedin.com/company/regaia/

gab.ai: https://gab.ai/reGaia

Minds.com: https://www.minds.com/reGaia

MeWe.com: https://mewe.com/page/5c1e4d9464dc3b4826361b9b

Vimeo: https://vimeo.com/regaia

Instagram: https://www.instagram.com/regaia_org/

Twitter: https://twitter.com/reGaia5

Voat: https://voat.co/v/reGaia

Pintrest: https://www.pinterest.de/reGaia_org/